Rezension: Traurige Tiere unter sich – Ist hier das Jenseits, fragt Schwein von Noemi Somalvico

Werbung, da Rezensionsexemplar. Schwein ist traurig, Biber hat es vor kurzem verlassen. Reh geht es nicht anders, Hirsch hält es ebenfalls für besser, dass man von nun an getrennte Wege geht. Dachs hat für solche Sperenzien keine Zeit, er hat gerade erst einen Apparat erfunden, mit dem man die Dimensionen wechseln kann und plötzlich findet sich Dachs bei Gott in seiner Wohnung wieder. Auch Gott ist derzeit in einer eher depressiven Grundstimmung und hat irgendwie kein Bock mehr auf gar nichts. Per Zufall treffen die Protagonisten aufeinander und sie beschließen ins Jenseits zu reisen – vielleicht finden sie dort, was ihnen in ihrer Welt fehlt.

Noemi Solmavicos Romandebüt ist eine Fabel über Tiere mit menschlichen Sorgen, über Figuren, die im Alltag überfordert sind und niedergeschlagen vor sich hinleben. Es ist ein leises Buch, es gibt keine große Handlung und vor allem auch keine große Spannung und dennoch macht allein die Vorstellung, dass ein Schwein, ein Dachs und Gott zusammen am Tisch sitzen, ziemlich viel Spaß.

Diese kleine tröstliche Geschichte über Freundschaft zeigt auf putzige Weise, wie viel Kraft in einer Gemeinschaft liegt und dass man dankbar dafür sein sollte, was man hat, und nicht stets auf der Suche sein sollte, was man nicht hat.

Ein niedliches literarisches Spiel, das den Leser einige Stunden vom Alltag ablenkt. Es war nicht ganz mein Ding aber dennoch ein netter Wink mit dem Zaunpfahl. Vielen Dank an Voland & Quist für das Rezensionsexemplar! 🐷

Verlag: Voland & Quist
Seiten: 144
ISBN: 978-3863913212

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